Archiv 14. Oktober 2021

Neue Kinderspielformen in den Kreisen

Pilotveranstaltung am 9. Oktober 2021 beim 1. FC Kaan-Marienborn

Ab 10:15 Uhr G-Junioren / 13:00 Uhr F-Junioren

Referent (Theorie und Praxis): Carsten Busch

Beteiligte Vereine:

FC Kaan-Marienborn mit 5 Trainern und genügend G- und F-Junioren

SV Germania Salchendorf mit 1 Trainer und genügend G-Junioren

Spvg. Bürbach mit 2 Trainern und genügend F-Junioren

Gäste:

30 Trainer und Co-Trainer aus 18 Vereinen (Zielgruppe waren in erster Linie die Trainer Kinderfußball G- und F-Junioren sowie Interessierte und Eltern).

Kurze Zusammenfassung des sehr gut organisierten Vormittags:

Verbandssportlehrer Carsten Busch erwies sich als sehr kompetenter FLVW-Mitarbeiter im Thema!

Jeweils vor dem „praktischen Teil“ (10:15 Uhr und 13:00 Uhr) präsentierte er in jeweils etwa 45 Minuten den Trainern und Co-Trainern mittels Beamer und Leinwand sehr anschaulich die Ideen des DFB und des FLVW zur Umsetzung in den Kreisen.

Danach ging es aufs Spielfeld zu den wartenden Kindern – die Spielfelder waren vorbereitet. Während beider praktischen Darbietungen standen 3 Spielflächen zur Verfügung.

Bei den Bambinis wechselten die Akteure nach einer gewissen Spielzeit die Art der Kleinspielplätze – Spiel auf 2 Tore, Spiel auf 4 Tore mit Mittellinie und Spiel auf 4 Tore mit Torschutzzonen (alle ohne Torhüter). Auffällig war, dass das Spiel im 3 gegen 3 auf jeweils 2 Kleintoren die „Fußballanfänger“ von 4 – 6 Jahren überforderte. Im Spiel 3 gegen 3 auf 2 Tore mit Rotationsspieler lief es sehr gut und es gab kein Kind, dass nicht permanent das Tor verteidigen mussten sowie in Dribblings, in Zweikämpfe und zu Torschüssen kamen.

Eine Diskussion nach dem praktischen Teil mit den Trainern machte deutlich, dass man diese Variante eindeutig bevorzugen würde. Man befand sowohl die Spielzeiten (8 x 5 Minuten) als auch die Spielfeldgrößen (25 x 18 m) für ausreichend und ok.

Die Matches bei den F-Junioren konzentrierten sich im Wesentlichen auf ein Spiel mit je 4 Feldspielern und einem Torhüter sowie höhenreduzierten 5 x 2 m – Toren im „Jeder gegen Jeden“. Sehr auffällig war, dass die Spieler auf dem 33×20 m-Spielfeld alle in Bewegung waren und kein Kind nicht im Spiel (8 x 6-7 Min.) einbezogen war. Ein paar Minuten auf dem morgendlichen Feld der Bambinis mit den 4 Toren und Torschusszonen zeigten, dass die F-Junioren hier sehr gut zurecht kamen.

Die Nachbetrachtung nach der Anschauung der F-Junioren ergab die volle Akzeptanz der Beteiligten Trainer und tlw. deren Überraschung, wie gut ihre Spieler diese Art der Spiele angenommen hatte. Ein Trainer berichtete stolz, dass er Spieler seines Teams nicht wiedererkannt hatte, weil sie während ihrer gesamten Spieldauer immer in Bewegung und am Spiel beteiligt waren. Leider fragte ihn niemand, wieviel Spielzeit diese Spieler im Verlaufe dieser Saison 21/22 im Wettkampf 7 gegen 7 bekommen hatten.

Alles in allem bewerte ich die Veranstaltung, die zur nahezu völligen Akzeptanz der gezeigten Möglichkeiten führte, als sehr gelungen.

Ich hätte mir noch mehr beteiligte Vereine und Trainer gewünscht und war extrem enttäuscht, dass noch einige Tage zuvor 4 F-Jugendtrainer Freundschaftsspiele für diesen ansonsten bewusst frei gelassenen abgeschlossen hatten.

Vor einer Umsetzung im Fußballkreis SiWi muss geklärt werden, wieviel Platzkapazitäten die neuen Spielformen belegen. Schon der derzeitige Spielbetrieb macht deutlich, dass auf den allermeisten Plätzen kein Spielraum mehr ist. Demzufolge muss in jedem Fall bei Abschluss solcher Spielfeste klar sein, dass nur eine Platzhälfte beansprucht werden kann, da die derzeitigen Saisonspiele der F- und E-Junioren bereits meist parallel auf zwei Platzhälften ausgetragen werden.

Ein Mitarbeiter eines Vereins machte sich Gedanken darüber, dass man bei der Umsetzung der neuen Spielformen eigentlich keine F1/F2/F3 melden muss, weil man die Spielfeste ja variabel vereinbaren kann. Die Abmeldungen von Teams, die zu Ordnungsgeld führen, wären dann in dieser Altersstufe nicht mehr erforderlich. Außerdem hält er einen Spielbericht nicht mehr für erforderlich.

Karl Hermann Münker, VKJA Kreis SiWi, 09.10.21

DFB-Stützpunkt: U13 ist Westfalenmeister

Am vergangenen Wochenende stand in Kaiserau die Endrunde aller qualifizierten U13-DFB-Stützpunkte im AOK-Sichtungswettbewerb 2021 auf dem Programm. Hier war nach erfolgreichem Abschneiden der Vorrunde auch der Stützpunkt unseres Kreises Siegen-Wittgenstein unter der Leitung von Michael Gipperich und Manfred Dickel mit von der Partie. Gespielt wurde nach dem „Hammes-Modell“. Dabei entscheidet immer der aktuelle Tabellentand nach einer Spielrunde über die Paarungen der Folgerunde. Somit spielen die jeweils stärkeren Teams gegeneinander.

Der DFB-Stützpunkt des Kreises Siegen-Wittgenstein erreichte gegen die Auswahlmannschaft aus Hagen einen 3:0-Erfolg und ein 1:1-Unentschieden gegen den Stützpunkt aus Minden. Im letzten Spiel siegte man schließlich gegen den Stützpunkt Beckum und sicherte sich somit nach über 40 Jahren (1979/80) den Wanderpokal und Titel des Westfalenmeisters. Während Emily Bernshausen bereits in der Verbandsauswahl der Mädchen spielt, haben es acht Spieler zu einer Sichtung für das Perspektivteam der Westfalenauswahl geschafft.

Im Kader waren:
Ole Kuhli, Lukas Klein (SV Feudingen)
David Flipovic, Max Dunkel, Nikita Tribus, Yunuz Akkol, Joshua Wurm, Leander Bassa, Lenny Fandio (Sportfreunde Siegen)
Lisimi Joel, Emily Bernshausen, Noah Jung (TSV Weißtal)
Elias Reuter (SuS Niederschelden)

Der DFB-Stützpunkt möchte sich an dieser Stelle bei den Vereinen für die gute Zusammenarbeit bedanken.

Weitere Quelle: https://www.flvw.de/news/detail/siegenwittgenstein-gewinnt-u13-aok-sichtungswettbewerb-2021/

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